Anerkennung der Freiwilligen im Sinne eines Austausches, der die Nutzung von Technologien als wirkungsvolle Ressourcen f√ľr Freiwilligenprogramme einbezieht

Ohne Geld, aber nicht umsonst: Freiwilligenarbeit braucht eine andere Kultur der Anerkennung
Viola Krebs, translated from English to German by Margit Leonhardt
24 ao√Ľt 2007

Wie geht es weiter und welche Herausforderungen liegen vor uns?

Zum Schluss m√∂chten wir in paar Vorschl√§ge machen, wie die Kultur der Anerkennung f√ľr Freiwillige verbessert werden k√∂nnte:

Vorschlag Nr. 1: Wir brauchen mehr qualitative und quantitative Statistiken √ľber institutionalisierte oder informelle Freiwilligent√§tigkeit. Gegenw√§rtig werden bei den Freiwilligen-Statistiken je nach Land unterschiedliche statistische Systeme angewendet, die es schwierig machen, nationale statistische Informationen zu vergleichen. Deshalb appellieren wir an die internationale Gemeinschaft, Daten √ľber Freiwilligenarbeit mit in die internationalen Statistik-Systeme einzubeziehen, wie z.B. der Entwicklungsbericht der Vereinten Nationen (www.undp.org). Dies erscheint mehr als sinnvoll unter Ber√ľcksichtigung des wirtschaftlichen Einflusses der Freiwilligent√§tigkeit und ihrem Beitrag an die Gesellschaft. Um dieses Ziel zu erreichen, w√§re eine Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Statistik-Institutionen notwendig, wie es bereits der Fall auf anderen Gebieten ist.

Vorschlag Nr. 2: Wir m√ľssen mehr Synergien zwischen Freiwilligenarbeit und anderen Gebieten schaffen (Regierungen, Zivilgesellschaft und privater Sektor). Nur wenn wir alle Interessengemeinschaften einbeziehen, k√∂nnen wir diese Herausforderung in Angriff nehmen. Besonders auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikations-Technologien kann daf√ľr ein Nutzen f√ľr den Freiwilligen-Sektor entstehen, z.B. indem wir mit den Unternehmen mehr Freiwilligen-Programme entwickeln und Austausch pflegen.

Vorschlag Nr. 3: Selbst innerhalb des Freiwilligen-Sektors sollten mehr Synergien geschaffen werden. Da die Freiwilligent√§tigkeit so vielf√§ltig mit verschiedenen Verbindungsnetzen ist, fordern wir den Freiwilligensektor und die informellen Freiwilligen-Netzverbindungen auf, enger zusammenzuarbeiten. Dies kann nicht nur f√ľr eine bessere Anerkennung des Sektors n√ľtzlich sein, sondern auch f√ľr eine bessere Nutzung der vielen Hilfsmittel, die von der freien Software- und der Online-Gemeinschaft entwickelt wurden.

Vorschlag Nr. 4: Eine Kultur der Anerkennung w√ľrde die verschiedenen Facetten der Freiwilligent√§tigkeit hervorheben. Bei dieser Reformierung des Sektors sollten wir jedoch nie den Grundgedanken vergessen: aus freiem Willen heraus und ein Austausch nicht-monet√§rer Werte, ohne diese Aktivit√§t jedoch als Billigarbeit abzuwerten.

Nicht zuletzt glauben wir, dass Freiwilligent√§tigkeit ein wichtiger Baustein f√ľr eine sich √∂ffnende Gesellschaft darstellt, die sich durch Solidarit√§t und Zusammenarbeit auszeichnet.

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